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CMS – Color Management System

Der Begriff Farbtreue beschreibt die Fähigkeit, den Eindruck der Farben zwischen der Ein- und Ausgabe eines Bildes originalgetreu wiederzugeben. Hierfür werden sogenannte Farbmanagementsysteme (engl. CMS, Color Management System) verwendet.

Diese Farbmanagementsysteme sind Computerprogramme, deren Aufgabe es ist, die geräteabhängigen Farbbeschreibungen zu konvertieren und somit für eine einheitliche Farbgebung über die gesamte Bildproduktionskette hinweg zu sorgen. Der Vorteil hierbei ist, dass jedes Gerät die Farben in einem Farbmanagementsystem annäherend gleich darstellt. Des Weiteren kann mit Hilfe eines Farbmanagementsystems auch die Umwandlung der Daten eines Farbraums in einen anderen, z.B. von RGB in CMYK, durchgeführt werden.

Quelle: Papyrus „Digitaler Steckbrief“

Druckbegriffe

Druckfarben
Einzusetzen sind oxidativ trocknende Farben (Folienfarben).
Für Naturpapiere sollten die von den Farbherstellern empfohlenen Farbserien angewendet werden.

Farbreihenfolge

  • Bei Einfarbenmaschinen: Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz
  • Bei Zweifarbenmaschinen: Cyan-Magenta, Schwarz-Gelb
  • Bei Vierfarbenmaschinen: Schwarz-Cyan-Magenta-Gelb

Trocknung
Beim Wegschlagen der Farben kann es zu einer längeren Trocknungszeit kommen. Unter normalen Umständen ist nach 24 Stunden eine Weiterverarbeitung problemlos möglich. Trockenstoff beschleunigt den Trocknungsvorgang. Für die Trocknung der Druckfarbe ist der pH-Wert des Wischwassers sehr wichtig. Der Wert von 5,3 sollte nicht unterschritten werden, damit die Trocknungszeit nicht unnötig verlängert wird. Pudernverhindert das Ablegen; die Körnung des Puders sollte demnach dem Flächengewicht und der Oberflächenstruktur des zu bedruckenden Papiers angepasst werden. Eine geringere Stapelhöhe kann den Trocknungsprozess unterstützen bzw. beschleunigen.

Rasterweiten
Die Oberflächenbeschaffenheit des Papiers ist entscheidend dafür, ob im Druck mit 54er, 60er bzw. 70er Rastern gute Ergebnisse erzielt werden können.

Papierbegriffe

Ungestrichen
Unveredelte, maschinenglatte oder satinierte Papiere aus einer Mischung unterschiedlicher Faserstoffe.

Satiniert / scharf satiniert
In einem Kalander nachträglich und unterschiedlich stark geglättete Papiere.

Gestrichen
Die Oberfläche des Papiers wird bereits in der Papiermaschine oder nachträglich in einer Streichmaschine durch einen Strichauftrag veredelt. Daraus ergibt sich eine bessere Druckwiedergabe.

Matt gestrichen
Die Oberfläche des Papiers wird in einem zusätzlichen Arbeitsgang mit matten Pigmenten gestrichen.

Halbmatt gestrichen / gestrichen (silk/satin)
Ein besonderer Strichauftrag und / oder spezielles Kalandrieren erzeugen eine halbmatte Oberfläche.

Glänzend gestrichen
Durch nachträgliches Satinieren und einen speziellen Strichauftrag entsteht eine glänzende Oberfläche.

FCO
In der Papiermaschine (online) gestrichenes Papier mit matter oder glänzender Oberfläche.

Quelle: Michaelis Papier „Paperbook“